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Myxomatose
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Die Myxomatose oder Kaninchenpest ist eine verlustreiche Seuche, die vor allem unter den Wildkaninchen sehr verbreitet ist. Wer zwischen Mai und Oktober bei einem Spaziergang auf ein scheinbar zahmes Kaninchen trifft, hat vermutlich ein Myxomatose-Opfer vor sich. Man erkennt es an starken Schwellungen der Augenlider, die das Tier nahezu erblinden lassen. Der Kopf kann unförmig aufgetrieben sein durch teigig bis feste Schwellungen vor allem an Nase, Lippen und Ohren. Meist sind auch massive Atembeschwerden sichtbar und hörbar.
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Weitere Bilder von Myxomytose befallenen Kaninchen |
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Tierfreunde sollten bei einer solchen Begegnung den Impuls unterdrücken, das Tier zu Hause gesund zu pflegen. Die Erkrankung ist tödlich. Auch dem Tierarzt bleibt keine andere Möglichkeit, als das Tier von seinem Leiden zu erlösen. Wer gar selbst Kaninchenhalter ist, könnte einen solchen Entschluß bitter bereuen. Der Myxomatose-Erreger, ein Virus, kann durch direkten Kontakt, aber auch unreine Hände des Menschen leicht auf das geliebte Haustier übertragen werden. Auch sollte kein Grünfutter aus solchen Krankheitsarealen an Hauskaninchen verfüttert werden. Diese Schutzmaßnahmen reichen jedoch nicht. Denn der Hauptübertragungsweg von Wild- auf Hauskaninchen ist der über Stechmücken. Da diese Überträger nur schwerlich aus dem Lebensbereich der Haus- und Heimkaninchen zu verbannen sind, ist die rechtzeitige Impfung im Frühjahr der beste Schutz für diese Tiere. Die Impfung ist fünf bis sechs Monate wirksam und schützt somit über einen Stechmückensommer. Sie muß dann im folgenden Frühjahr erneuert werden. Wer Kaninchen in Gebieten hält, die wegen stehender Gewässer und milder Winter nur kurze Zeit stechmückenfrei sind, sollte seine Tiere zweimal jährlich impfen lassen.
Text: Pressedienst des BPT Stand: 21.05.2003 http://www.tieraerzteverband.de/trkanin.htm
Die Übertragung des Krankheitserregers kann auch durch blutsaugende Insekten (Mücken, Flöhe, Zecken) erfolgen.
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Symptome:
Die ersten Symptome treten ca. 3 bis 5 Tage nach Ansteckung auf. Zunächst sind die Augenlider gerötet und geschwollen, die Augen zeigen weißlichen Ausfluß.
Innerhalb kurzer Zeit schwellen auch die anderen sichtbaren Körperschleimhäute (Nase, Lippen, Genitalbereich) an. Die Tiere fressen nicht mehr.
Eine Behandlung dieser Erkrankung gibt es nicht, wenn die Krankheit ausgebrochen und erkannt ist, sollte das Tier von seinen Leiden erlöst werden.
Vorbeugung:
Eine halbjährliche Impfung (Frühjahr und Herbst) schützt die Tiere vor der Ansteckung.
Man sollte auch darauf achten, dass sich in der näheren Umgebung kein stehendes Wasser befindet.
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